Berichte aus unserer Gemeinde

Jahresbericht aus dem Kirchenvorstand

Liebe Gemeinde,

beim Überlegen, was schreibe ich denn über dieses Jahr im Rückblick, hätte ich es am liebsten gleich bleiben lassen. Was gibt es zu diesem Jahr noch zu sagen? Positives? Naja, viel wird es nicht werden. Aber schau mer mal...

Bis Anfang März gab es einiges, das durchaus gut gelaufen ist:

Der Kirchenvorstand traf sich in Rummelsberg zur jährlichen Klausur. Arbeit und Gemeinschaft standen im Vordergrund. Die Klausur hatte das Motto "Die Zeiten ändern sich - die Zeiten ändern uns". Gemeint war der PuK-Prozess - im Rückblick wahre Worte, ohne dass wir wussten, was genau noch im Laufe des Jahres kommt.

Ende Januar fand die Taizé-Andacht in der wunderbar geschmückten Kirche in Almoshof statt. Ein Gemeinschaftsprojekt mit Boxdorf und mit vielen engagierten Helfern, ein wunderbarer Abend, ein herzliches Dankeschön an das Team.

Anfang Februar folgte gleich der Lichtmesstreff, ein Tag für unsere Ehrenamtlichen. Ich hoffe, jeder der dabei war, hat gespürt, dass uns unsere Ehrenamtlichen sehr wichtig sind. Andacht in der Kirche, anschließend zum Mittagessen in das Gemeindehaus in Kraftshof, bei gutem Essen und guter Gemeinschaft.

Im März der Lockdown. Alle Bereiche unserer Gemeinde waren betroffen: von den Kleinsten bis zu den Ältesten, von Taufen bis Beerdigungen, Gruppen und Kreise, Kinderkrippe und Kindergärten, Diakoniestation, Jugendarbeit, Konfirmationen, Jubelkonfirmationen, wochenlang kein Gottesdienst, keine Proben der Chöre, Ü60-Ausflüge, Gemeindefest, Kärwa-Gottesdienste Lohe und Buch, Diakonie Mitgliederversammlung, Krabbelgottesdienst, Minikirche, Kindergottesdienst, Jugendfreizeit und vieles, vieles mehr.

Und natürlich immer die Sorge um die Gesundheit der Gemeindeglieder.

In diese Zeit fiel auch das Osterfest, die Osternacht. Ostern ganz anders - Ostern in der Tüte - war in dieser Zeit eine tolle Aktion in der Kirche und am Friedhof, die uns Freude machte und die sehr gut ankam.

Im Juli/August hatten wir alle die Hoffnung auf Besserung, aber: Die große Unsicherheit, was darf gemacht werden bzw. was muss gemacht werden? Was kann wie stattfinden? Hygienekonzepte müssen erstellt werden. Mittlerweile gibt es das Corona Update Nr. 25 der Landeskirche. Pläne für die Kirchen braucht es, wie kann man möglichst viele Menschen in den Kirchen unterbringen, mit dem richtigen Abstand? Der Maßstab wurde zum wichtigen Werkzeug.

Dann konnte mit den Gottesdiensten wieder begonnen werden. Manche mögen das nicht verstanden haben, aber was wären die Alternativen gewesen?

Im August stand dann der Verabschiedungs-Gottesdienst von Pfarrer Schewe an. Da mit vielen Gottesdienstbesuchern zu rechnen war, entschieden wir uns, diesen Abschied im Freien zu feiern. Viele Gemeindeglieder kamen in die Wehranlage in Kraftshof und so konnten wir Pfarrer Schewe unter diesen Umständen gebührend in Richtung Lutherkirche verabschieden.

Im September feierten wir den Kirchweihgottesdienst (obwohl ohne Kärwa) in Neunhof im Schlossgarten mit einer beeindruckenden Kulisse und sehr, sehr vielen Menschen. Ein herzliches Dankeschön an die Familie Seiler und die Neunhofer Helfer für die Unterstützung.

Auch der Kärwagottesdienst Kraftshof eine Woche später fand im Freien statt. In der Wehranlage in Kraftshof feierten wir mit einigen Kraftshofern einen schönen Kirchweihgottesdienst.

Im Oktober standen noch zwei Dinge an, die uns im Kirchenvorstand schon sehr beschäftigten: der Erntedank-Gottesdienst und die Konfirmation.

Durch die erforderlichen Hygienekonzepte haben in beiden Kirchen relativ wenige Menschen Platz. Erntedank ist ja üblicherweise ein Gottesdienst, der gut besucht ist. Schön, dass Pfarrerin Rittner-Kopp und Regional Bischoff Christian Kopp den Gottesdienst hielten, aber das brachte uns schon ein wenig ins Schwitzen. Haben wir genügend Plätze für alle oder müssen wir Gottesdienstbesucher abweisen? Bei beiden Gottesdiensten reichten die Plätze knapp und wir durften wunderbare Erntedank-Gottesdienste erleben. Ein herzliches Dankeschön nach München.

Bei der Konfirmation wurde es schon spannender. Kurz vor dem Konfirmationswochenende stiegen die Zahlen deutlich an und wir waren im KV unterschiedlicher Meinung (und das auch berechtigt), ob wir die Konfirmation stattfinden lassen sollten. Im Nachhinein war es die richtige Entscheidung, die Konfirmation wie geplant zu feiern. Unter diesen Umständen waren viele Helfer nötig. Ein Dankeschön an alle Helfer, vor, während, zwischen und nach den Gottesdiensten. Mein Dank gilt auch den Familien der Konfirmanden, die diese außergewöhnliche Situation hervorragend gemeistert haben und sogar noch ein Lob für uns übrig hatten. Danke dafür. Ich denke, dass alle Beteiligten glücklich waren, dass die Konfirmation nicht noch einmal verschoben werden musste.

Im Oktober am Diakoniesonntag durften die Gottesdienstbesucher mit dem Diakoniepräsidenten Michael Bammessel einen wunderbaren Gottesdienst erleben. In beeindruckender Art und Weise verdeutlichte er, wie wichtig die Arbeit der Diakonie ist. Er lobte auch das System der Gemeinde Kraftshof, wo uns die Verbindung Diakonie und Gemeinde sehr wichtig ist.

Viele Themen beschäftigen uns zudem noch: Baufragen, die Vakanzzeit, die Suche nach einem/einer neuen Pfarrer/in, der PuK-Prozess und noch vieles mehr.

Aktuell beschäftigen wir uns mit der Weihnachtszeit: Wie können wir in der momentanen Situation die Weihnachtsgottesdienste vernünftig feiern bzw. überhaupt feiern?

Zum Schluss möchte ich mich bei den vielen, vielen Ehrenamtlichen in der Gemeinde und allen, die unsere Arbeit in der Gemeinde unterstützen, recht herzlich bedanken.

Ich hoffe sehnlichst für das nächste Jahr, dass wir die Rubrik "nach Corona“ einfügen können.

Bleiben Sie behütet.

Ihr Vertrauensmann

Herbert Schroll


Adventstütenaktion

Auch in der Kinder- und Jugendarbeit ist die Adventszeit stets eine ganz besondere Zeit und so wollte ich sie in keinem Fall verstreichen lassen, ohne mit den Familien in Kontakt zu treten. Mit einem Adventsbrief wurden neben guten Wünschen auch Weihnachtsduft und Informationen zu den Gottesdiensten und der Tütenaktion versandt.

Der Grundgedanke war, Freude und positive gemeinsame Erlebnisse in die eingeschränkte Situation der Kinder tragen zu können. Da persönliche Begegnung, die uns allen sehr fehlt, in Gemeindehaus und Kirche nicht in gewohnter Form stattfinden kann, haben wir auf ein Angebot „TO GO“ zurückgegriffen, das uns alle verbindet und begleitet. Natürlich kann es kein Ersatz für die gemeinsame Zeit in Kreativwerkstatt und Jugendgruppe sein; dennoch hoffte ich, damit etwas Weihnachtsglanz und Zusammengehörigkeitsgefühl weitergeben zu können.

Die Kinder konnten an den Adventswochenenden an beiden Kirchen Tüten abholen, die Geschichten, Rätsel, Lieder, Rezepte, Impulse, Bastelangebote und dazugehöriges Material enthielten. Zu Hause angekommen, lag es an jeder Familie, etwas daraus zu machen. Und tatsächlich wurde so einiges daraus gemacht! In der ersten Woche wurden ca. 100 Tütchen abgeholt, je etwa 70 in den darauffolgenden. Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Ich erhielt jede Woche eine Vielzahl an Rückmeldungen. Per E-Mail, Anruf und WhatsApp erreichten uns neben Dank auch Fotos und Videos von den entstandenen "Kunstwerken" und strahlenden Kindern. Aus der Aktion entstand blitzschnell eine Reaktion; das Miteinander war gelungen und so können wir alle sehr dankbar und glücklich auf diesen positiven Versuch zurückschauen.

Heike Goß

Nach oben

Diakoniegottesdienst mit Michael Bammessel am 25.10.2020 in der St. Georgskirche

„Du sollst den Sabbattag heiligen…“ mit diesen Worten eröffnete der Präsident des Diakonischen Werkes Bayern seine Predigt und betrachtete das 3. Gebot aus dem Blickwinkel der Pflegekräfte in Zeiten von Personalmangel und Corona. „Einen Tag sollst du ausruhen“… für viele Pflegekräfte sei dies mittlerweile nur noch ein frommer Wunsch.

Michael Bammessel dankte in seiner eindringlichen Predigt allen engagierten haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern unserer Diakoniestation und appellierte an die Bevölkerung, unsere Arbeit durch Einhalten der geltenden Hygieneregeln bestmöglich zu unterstützen.

Ehrung langjähriger Mitarbeiter

Ausgezeichnet mit dem goldenen Kronenkreuz als Dankeszeichen der Diakonie wurde Walter Thun für seine langjährige, ehrenamtliche Tätigkeit als Schriftführer und 2. Vorstand unseres Diakonievereins. Herr Thun engagierte sich seit 1996 ununterbrochen für den Verein und hatte für alles und jeden ein offenes Ohr.

Ausgezeichnet für 20 Jahre Zugehörigkeit zur Pflegemannschaft der Diakoniestation Kraftshof-Almoshof wurde in Abwesenheit unsere Pflegefachkraft Claudia Raiml, des Weiteren für 10 Jahre Zugehörigkeit unsere Hauswirtschaftskraft Karin Stark. Herzlichen Dank Euch beiden und vielen herzlichen Dank an unser gesamtes Team, auf das wir auch in diesen schwierigen Zeiten bauen können.

Es grüßt Sie herzlich

Ihre Stationsleitung Gabi Forster

Und bleiben Sie gesund!

Diakonieverein Kraftshof e.V.

Bedingt durch die Corona Krise hatten wir unsere Mitgliederversammlung dieses Jahr von März auf Oktober verschoben und konnten sie Gott sei Dank auch abhalten. Unter anderem waren die Neufassung der Satzung und die Neuwahl des Ausschusses in diesem Jahr wichtige Tagesordnungspunkte.

In das neue Gremium des Diakonievereins wurden gewählt Florian Wolz als erster Vorsitzender und Hans Schlicht als zweiter Vorsitzender sowie weiterhin in den Ausschuss: Stefanie Pechstein, Hans Pickel, Ingrid Quergfelder, Timo Stromberger und Waltraud Stromberger.

An dieser Stelle bedanken wir uns sehr herzlich bei allen ausgeschiedenen Ausschussmitgliedern, die den Verein bislang vertreten und unterstützt haben: Gerhard Beigler, Jan Betz, Dr. Christian Möllenhoff, Martin Schewe und Herbert Schroll. Herzlichen Dank an Walter Thun, der über zwanzig Jahre Ausschussmitglied und zuletzt zweiter Vorsitzender war. Sein ehrenamtliches Engagement wurde von Herrn Bammessel mit dem goldenen Kronenkreuz gewürdigt.

Dankbar und froh sind wir, dass unsere Diakoniestation beständig wächst und wir mit Frau Forster eine hervorragende Pflegedienstleitung mit einem kompetenten Team an ihrer Seite haben. Durch regelmäßigen Austausch sind Verein und Station stets in enger Verbindung. Gegenwärtig sehen wir erwartungsvoll der Entwicklung und Umsetzung des neuen Diakoniestandorts entgegen.

Werden auch SIE Mitglied im Diakonieverein und unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrem Beitrag.

Waltraud Stromberger

Erntedankfest mit dem Gleichnis von der Kartoffel


Trotz Corona, trotz schlafloser Nächte für den Kirchenvorstand und zahlreicher Beratungen über eine Corona konforme Gottesdienstform waren die diesjährigen Erntedankfestgottesdienste eine wahre Freude und zwar aus mehreren Gründen. Zum einen, wie Herbert Schroll anmerkte, war es das erste Mal, dass die Gemeinde unseren Altpfarrer, Regionalbischof Christian Kopp und seine Frau, Pfarrerin Julia Rittner-Kopp als Duo bei der Gottesdienstgestaltung erleben durfte. Als wäre das nicht Geschenk genug, wurde uns aber auch eine Predigt zum Gleichnis von der Kartoffel geboten, die eine feine Balance zwischen Tiefgang und Kurzweil enthielt. Sie sprach der Knoblauchsländer Gemeinde aus der Seele. Ich zitiere eine Landwirtin dazu: "Der Gottesdienst hat uns Gärtner/Bauern mitten ins Herz getroffen. Gerade die gebeugte Geduld, die zum Acker kam, hat die diesjährige Situation perfekt getroffen. Ich/wir sind mit viel positiver Energie und Kraft nach Hause gegangen. Kurz: es hat sehr berührt, gut getan und wirkt noch nach!" 

Im Mittelpunkt der Predigt standen die Kartoffelheldinnen mit exotischen Namen wie Désirée, Renate, Annabelle, Sieglinde, Goldmarie und erzählten, wie ihre Vorfahren eine Weltreise machten, bevor sie bei uns heimisch wurden und seitdem nicht mehr wegzudenken sind. Also Fakten, die schön erzählt wurden, bis die eigentliche Botschaft der Kartoffel als (goldenes) Symbol der Liebe in dem wunderbaren Gedicht von Christine Zickmann - meisterlich und frei vorgetragen - die ersten Tränen der Rührung provozierten. Eine unvergessliche Predigt und ein stärkender Gottesdienst, wofür alle Anwesenden sehr dankbar waren.

Ein herzlicher Dank gilt auch dem wunderbaren Team unter der Leitung von Uli Schneider, das die Kirche prächtig geschmückt hatte und selbstverständlich auch den Spendern der Gaben. Die buntgemischten Gemüsekisten im neuen Look waren besonders schön. Das Gemüse wurde der Tafel gespendet und dort sicherlich sehr geschätzt.

Der Dank gilt natürlich auch für die Kirche in Almoshof, wo Jutta Schroll und Karin Schano mit Helfern aus dem großzügig angelieferten Gemüse ein „Kunstwerk“ schufen.

Wer nicht im Gottesdienst sein konnte, findet die Predigt in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks unter "Evangelische Morgenfeier, das Gleichnis von der Kartoffel“.

Es lohnt sich, auf die Suche zu gehen!

Rosemary Zahn