Gottesdienste - Wegen Corona - mit Mund-und Naseschutz, sie werden auf Plätze gewiesen, Liedblätter liegen aus.

Unser Glockengeläut in Kraftshof


 

Pfingsten 2020

Unsere Gottesdienste

Pfingstsonntag

Orgel - Lied: 455 - Morgenlicht leuchtet

1) Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang.
Frühlied der Amsel, Schöpferlob klingt.
Dank für die Lieder, Dank für den Morgen,
Dank für das Wort, dem beides entspringt.

2) Sanft fallen Tropfen, sonnendurchleuchtet.
So lag auf erstem Gras erster Tau.
Dank für die Spuren Gottes im Garten,
grünende Frische, vollkommnes Blau.

3) Mein ist die Sonne, mein ist der Morgen,
Glanz, der zu mir aus Eden aufbricht!
Dank überschwenglich, Dank Gott am Morgen!
Wiedererschaffen grüßt uns sein Licht!

Psalm 118 im Wechsel: Gesangbuch - 785 aber gesprochen

Gebet

Lied: 288, 1+2+5 - Nun jauchzt dem Herren, alle Welt

Lesung

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab. Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer? Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache? Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen, Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden. Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins. Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, vernehmt meine Worte. Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde des Tages; sondern das ist's, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (Joel 3,1-5): »Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen. Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf die Sonne soll in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt. Und es soll geschehen: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.«

Glaubensbekenntnis

Musik

Predigt

Lied: 057 - Licht der Liebe, Lebenslicht

Fürbitten und Vaterunser

Lied: 171, 1+4 - Bewahre uns Gott

Segen

Orgel


 

Wir feiern wieder Gottesdienst - an diesem Sonntag nur in St.Georg Kraftshof

Vorspiel Johann Sebastian Bach - Orchester Suite in D-Moll, BWV 1068: II Air.

Folgende Lieder werden wir singen

Wie lieblich ist der Maien - Gesangbuchnummer 501

Psalm 98

Allemande aus der Bach G-Dur Solosuite für Cello

Morgenlicht leuchtet - Gesangbuchnummer 455

Glaubensbekenntnis

Großer Gott, wir loben dich - Gesangbuchnummer 331

 

 


 

Auf ein Wort...

zum Sonntag Jubilate am 3.5.2020

Der Wochenspruch steht im 2. Korintherbrief 5,17:

„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“

 

Liebe Gemeinde,

heute feiern wir den Sonntag Jubilate, jubelt, freut euch! Dazu sind wir aufgerufen.

Wenn wir jetzt durch die Felder gehen oder unsere Gärten anschauen, dann können wir doch gar nicht anders als uns freuen. Überall Farben und Blüten, Vogelgezwitscher und laue Luft. Die Natur ist erwacht. Das Leben ist wieder da.

Ja, wir könnten alle singend durch den Tag gehen, wäre da nicht der Schatten, der zur Zeit unser Leben begleitet: Das Infektionsgeschehen um das Coronavirus. Auf einmal ist alles anders. Viele Fragen brechen auf, manchmal macht sich Angst breit:

Da ist die Sorge um die eigene Gesundheit, oder um die eines lieben Menschen. Wie lange dauert das alles noch? Wie viel Stillstand verträgt unsere Wirtschaft? Wann kommt die Kurzarbeit für mich? Gibt es bald ein gutes Medikament und wann endlich können wir mit einem Impfstoff rechnen und wieder zu unserem gewohnten Leben zurückkehren?

Viele Fragen, oft unbeantwortet, denn die Experten wissen es auch nicht so genau.

Jubilate, der Sonntag zum Freuen, geht das denn noch?

Das aufbrechende neue Leben in der Natur ist auch ein Sinnbild für die Auferstehung.

Erst vor drei Wochen haben wir Ostern gefeiert. Jesus ist auferstanden. Der Tod hat seine Macht und seine Endgültigkeit verloren.

Gott ist der Schöpfer allen Lebens, er schafft Möglichkeiten, dass auch wir leben können. Er liefert die Voraussetzungen dafür, dass wir mit IHM leben können. An Weihnachten wird Jesus Mensch, um uns ganz nahe zu sein. An Ostern legt Gott den Grund unserer Hoffnung. Alles wird neu, der Tod ist überwunden. So erfahren wir die Beweise seiner Liebe zu uns Menschen. Unser Blick richtet sich auf das Neue. Wir warten auf einen neuen Himmel und eine neue Erde.

Sich freuen in Zeiten von Corona, geht das? Ja, das geht! Denn neben Sorgen und Bangen steht die Hoffnung und die Zuversicht. Gott ist unsere Zuflucht, was auch immer geschieht.

Der Dichter Reiner Kunze hat das in seinem Gedicht „Zuflucht“ schön beschrieben, Auszüge daraus:

          ...unzählige Leitungen lässt er legen

          vom Himmel zur Erde.        

          Vom Dach des leeren Kuhstalls

          schrillt aus hölzerner Rinne

          der Regenstrahl

          „Was machst du?“ fragt Gott

          „Herr“ sag ich, „es regnet.

          Was soll man tun?“

          Und seine Antwort wächst grün durch alle Fenster.

 

Zuflucht haben wir bei Gott, er gibt uns Schutz in Bedrohung, er gibt uns Ruhe und Frieden.

Er ist es, der die Verbindung zu uns herstellt, der die Leitungen legt, in denen das lebensspendende Wasser fließt.

Und auf unsere Fragen antwortet er mit einer Explosion der Farbe Grün. Wo man auch hinschaut:

Es grünt und blüht. Aufbruch und Hoffnung, neues Leben.

Diese Glaubenserfahrung wartet auf uns:

Das Leben geht weiter – ungebrochen.

Es wird keine zweite Sintflut kommen – der Regenbogen ist uns versprochen.

Amen.

 

Gebet

Gott, du Liebhaber des Lebens.

Die Sorge um das Leben treibt uns um.

Aber keine Sorge ist zu groß,

dass sie nicht in deinen Händen aufgehoben wäre.

Öffne uns die Herzen und lass uns

die Not der Menschen in nah und fern sehen.

Schenke uns Hoffnung und Zuversicht,

dass wir an dich und den Sieg des Lebens glauben können.

Gib uns ein ruhiges Herz und lass uns auf deine Liebe vertrauen.

Amen.

 

Und so segne uns der allmächtige,

der menschenfreundliche und lebensspendende Gott,

Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Amen.

 

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag, bleiben Sie behütet!

 

Christa Flurer

Prädikantin


 

Misericordias Domini - Die Barmherzigkeit des Herrn

2.Sonntag nach Ostern - 26.April 2020

Orgel

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes – Amen
Wir freuen uns, dass sie diesen Gottesdienst mit uns feiern. Auf ungewohnte Weise – lesend, hörend, mitbetend. Wir, dass sind die Prädikantin Rosemary Zahn, unsere Diakoniebeauftragte Stefanie Pechstein, der Organist Kai Fischer und Pfarrer Martin Schewe. Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. Darüber denken wir heute in dieser österlichen Freudenzeit nach. Misericordias Domini – die Barmherzigkeit des Herrn – das ist die Überschrift über diesem Sonntag. Wie ein Hirte für seine Schafe sorgt, gilt das Versprechen Gottes, dass wir umfassenden Schutz genießen und uns vor nichts zu fürchten brauchen, auch wenn es dunkel um uns wird. In Jesus Christus, der sein Leben gab um unserer Sündenvergebung willen und in seiner Auferstehung wird das spürbar.

Liebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören. Singen wir gemeinsam das Lied Liebster Jesu, wir sind hier. Im Gesangbuch die Nummer 161 alle 3 Verse.

Lied: Liebster Jesu, wir sind hier (EG 161)

Ich bin die Tür, wenn jemand durch mich hinein geht, wird er selig werden.So steht es bei Johannes im heutigen Evangelium. So gern würden wir alle durch die vertrauten Türen unserer Kirchen wieder gehen. So gern würden wir gemeinsam mit lieben, uns vertrauten Gemeindegliedern bei Gott, mit Gott, durch Gott selig werden. So sehr sehnen wir uns wieder nach Gemeinschaft mit ihm, mit einander. Aber noch ist Geduld angesagt. Noch muss jeder, jede für sich, die mitgebrachten Sorgen und Ängste allein vor Gott hinlegen und für sich die vertrauten Worte sprechen:

Gemeinde: Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er vergebe uns unsere Sünde und führe uns zum ewigen Leben. Amen
Gnadenzusage: So spricht der HERR: Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden.

Wir sprechen im Wechsel den 23. Psalm, der Psalm, der uns ein Leben lang begleitet und der von allen Konfirmanden als Bestandteil ihrer Vorbereitung auf die Konfirmation gelernt wird. Ein Psalm Davids.

  • Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
  • Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 
  • Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
  • Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; 
  • denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 
  • Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. 
  • Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 
  • Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,  und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
  • Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
  • wie im Anfang, jetzt und allezeit und in Ewigkeit, Amen.

Osterkyrie - (EG 178.7)

Gloria - Laudate Omnes Gentes (EG 694)

Gebet: Jesus Christus, du bist der gute Hirte. Du führst uns auf deinen Wegen und lässt es uns an nichts mangeln. Gib, dass wir auch in diesen schweren Zeiten auf deine Fürsorge vertrauen. Bewahre uns und   unsere Gemeinden in der Gemeinschaft mit dir und  schenke uns die Zuversicht, dass wir bald wieder mit dir und mit anderen Christenmenschen gemeinsam beten und Gottesdienst feiern können. Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und wirkst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Evangeliumslesung - Johannes 10

Da sprach Jesus wieder: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben ihnen nicht gehorcht. Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein und aus gehen und Weide finden. Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge. Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Der Mietling, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie –, denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe. Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.

Lied: Der Herr, mein Hirte führet mich (EG 594)

Predigt

Musik - Georg Friedrich Händel "Er weidet seine Schaf"

Fürbitten und Vaterunser

Lied: Möge die Straße uns zusammenführen (KAA 0114 [Kommt, atmet auf: 0114])

Segen

Nachspiel


 

1.Sonntag nach Ostern

Quasimodogeniti


Kernaussage:

„Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“: Der „ungläubige Thomas“ konfrontiert uns mit dem Wunsch, Glaubensinhalte zu sehen und zu verstehen. Der Glaube an die Auferstehung aber richtet sich nicht auf eine beweisbare Tatsache. Er ist ein Vertrauensakt.

Glauben, nicht wissen

„Ich glaube nur, was ich sehe“, sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein. Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben.

Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das glauben? „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“, sagt Jesus.

Gottesdienst Termine

Gottesdienst
Prädikantin Rosemary Zahn
Nürnberg Kirche Almoshof
Gottesdienst
Prädikantin Rosemary Zahn
Nürnberg St. Georgskirche
Gottesdienst
Pfarrer Schewe/Dekan Krieghoff
Nürnberg St. Georgskirche
Gottesdienst Nürnberg Kirche Almoshof
Gottesdienst Nürnberg St. Georgskirche

Ostern - Psalmenlesungen

Osternacht

Unsere Osternacht 2020

Das Osterevangelium nach Markus


Christ ist erstanden - Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja.

Ostern 2020

Kernaussage:

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Mit dem Aufgang der Sonne läuft der Jubelruf der Christenheit um die Welt. Jesus Christus lebt. Gott erweist seine Macht, die stärker ist als der Tod.

Liebe ist stärker als der Tod

Ostern, das ist das Fest purer Freude. einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß. Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr – es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint, und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Jesu Auferstehung hat alles verändert. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. „Tod, wo ist dein Stachel?“, fragt der Apostel Paulus.