Die Donau, in Bayern wird sie - etwas respektlos - der Weißwurst-Äquator, genannt. Und genau den haben wir mit unserem Besuch in Neuburg überschritten. Die Stadt selbst, mit einer hochinteressanten Historie und vielen Baudenkmälern aus der Renaissance und des Barocks, eine wahre Perle an der Donau. Der Namenszusatz „an der Donau“ ist sehr wichtig, gibt es doch weltweit zehn Partnerstädte gleichen Namens. Für die geschichtsbewussten Teilnehmer ist sie ganz einfach die „Ottheinrich-Stadt“ an der Donau.
Und genau dieser Fürst „Ottheinrich von der Pfalz“ aus dem Hause Wittelsbach war Regent im neu gegründeten „Fürstentum Pfalz-Neuburg“.
Am Karlsplatz mit der Hofkirche, unweit des Residenzschlosses, starteten wir unsere Führung in zwei Gruppen, jede geführt von einer Gästeführerin, die uns viele Details zur Historie der Stadt kurzweilig erklärt haben. Nun, die Fürsten wussten zu leben - und haben diesen Prunk auch dem Adel (und auch dem Volk) gern vorgezeigt. Es war auch immer eine Form der Politik und der Macht, diesen Prunk vorzuzeigen und auch damit „Heiratspolitik“ (mehr oder weniger erfolgreich) zu gestalten.
Der Kopf ist voll, der Bauch leer; Leute, wir müssen jetzt ins Mittagslokal „Zum Pfafflinger“, dort sind wir angemeldet und werden auch bereits erwartet (die Location, so sagt man doch heutzutage, kann absolut empfohlen werden).
Liebe Freunde, die Zeit ist kostbar, wir machen jetzt noch einen kleinen Verdauungsspaziergang am Donauufer, mit dem gigantischen Blick zum Residenzschloss, bevor es dann weitergeht in die Oberpfalz, genauer: nach Plankstetten. Dieses Benediktinerkloster gleichen Namens, unweit von Berching, ist nicht nur ein Ort der inneren Einkehr, wo man sich - zur inneren Selbstfindung - einmieten kann, sondern wird auch mit seiner Land-, Teich- und Forstwirtschaft kommerziell und nach Bio-Vorgaben nachhaltig betrieben. Wir haben uns für das klösterliche Café entschieden und dort den Tag gastronomisch ausklingen lassen.
Die Heimfahrt haben wir anschließend im guten Glauben angetreten, einen hochinteressanten Ausflugstag erlebt zu haben, den unser bewährtes Management Gerhard und Rosie vorbereitet hat. Sogar Petrus haben sie überreden können, der hat nämlich erst auf der Heimfahrt die himmlischen Schleusen geöffnet.
Dafür ein herzliches „Vergelt’s Gott“. Wir freuen uns auf die nächsten Ausflüge im Herbst.
Georg Ziegler