Berichte aus unserer Gemeinde

Ü 60 - Exkursion nach Weißenburg

Am 9. April war es wieder so weit: Ein Komfortbus der Firma Merz-Reisen, organisiert von Herrn Beigler, sammelte eine wie immer gutgelaunte Gruppe von Ü-60 Kraftshöfern, Neunhöfern und dergleichen systematisch auf und fuhr in Richtung Weißenburg, i. Bay. - wie diese alte Reichsstadt richtig heißt. Das Ziel waren diesmal nicht die Thermen und das römische Kastell, auch nicht die erstaunlichen Sammlungen des römischen Museums, sondern der alte Stadtkern dieser stolzen Reichsstadt südlich von Nürnberg. Die Altstadt Weißenburgs zählt eindeutig zu den schönsten in Bayern.

Ausgehend von einer römischen Siedlung um das Kastell Biriciana – der Limes lag nur wenige Kilometer entfernt – und 867 erstmals urkundlich erwähnt, entstand die Stadt um einen karolingischen Königshof und erhielt im frühen 14. Jahrhundert den Status einer Freien Reichsstadt, den sie bis 1802 behaupten konnte. Das historische Stadtbild wird geprägt von der weitgehend erhaltenen Stadtmauer, dem gotischen Rathaus, der Stadtkirche St. Andreas und dem Ellinger Tor.

Rosie Zahn, die Hauptorganisatorin diesmal, bestellte zwei exzellente Gästeführer aus der Stadt, alle beide bestens informiert und humorvoll, die uns die Altstadt mit ihren Kirchen, Fachwerkhäusern und dem Rathaus erklärten. Im Turm der Spitalkirche hoch über Weißenburg sitzt der örtliche Turmfalke, den man per Kamera beobachten kann. 

Nach unserem Mittagessen in der Altstadt fuhren wir die paar Kilometer zu der Hohenzollernfestung Wülzburg, ein gut erhaltenes Denkmal des Renaissance-Festungsbaus in Deutschland. Den Grundriss der Wülzburg bildet ein fast regelmäßiges Fünfeck, ein Pentagon. Die meisten von uns gingen zu Fuß einmal um die Festung herum und kehrten bei der Wirtschaft ein, wo tolle hausgebackene Kuchen im Angebot waren! Jetzt waren alle wirklich satt.

Der letzte Höhepunkt des Tages war dann eine Besichtigung eines Naturwunders, nämlich der Steinernen Rinne in Rohrbach. Hier wuchs das Bachbett über seine Umgebung hinaus und es entstand ein eigentümlicher Kalktuffdamm, eine "Steinerne Rinne" von etwa 60 Metern Länge und bis zu 1,5 Metern Breite.

Vielen Dank für diesen tollen Ausflug an die Organisatoren Gerhard Beigler und Rosemary Zahn!!!

Frank Gillard