Dunkel ist die Kirche, tastend werden die Plätze eingenommen, Stille. Eingerahmt von dem Taizélied „Im Dunkel dieser Nacht entzündet das Feuer, das nie mehr erlischt“ hören wir, wie Gott die Welt schuf, wie Gott Noah rettete und die Israeliten durchs rote Meer zogen. Die Osterkerze wird reingetragen unter dem Wechselgesang: Christus ist das Licht – Gott sei ewig Dank. Ausgehend von der Osterkerze verbreitet sich das Licht durch die ganze Kirche, der Jubel der Orgel braust durch die Kirche, die Altäre werden geöffnet und wieder geschmückt. Wir hören das Osterevangelium in fünf Sprachen: altgriechisch, wie im Original, russisch, italienisch, englisch und so, wie hier in den Dörfern geredet wird: fränkisch. Nach dem Abendmahl öffnet sich die Kirchentür; die Gruppe, die das Osterlicht nach Almoshof bringen will, macht sich auf den Weg. Stationen sind der Friedhof (Kerzen werden auf den Gräbern der Angehörigen abgestellt), die Flugschneise und das Biotop. In der Kirche in Almoshof erinnern wir uns an unsere Taufe und dann folgt das Osterfrühstück im Gemeindehaus, liebevoll vorbereitet und wieder unterstützt durch fleißige Abgaben.
Ute Meyer-Buhr