Zusammenkommen
Für Jugendliche und junge Erwachsene

Unsere Jugendfreizeit

Gemeinsam Spaß haben

In der ersten Sommerferienwoche sind wir zusammen unterwegs. Wir – das ist ein Betreuerteam aus Ehrenamtlichen und der Jugendleitung mit Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren. Die Ziele wechseln, das Motto bleibt das Gleiche: entspannte, aber abwechslungsreiche Tage in einer coolen Gruppe erleben, den Alltag ausblenden, Spaß haben, mitgestalten oder einfach chillen. Sei auch Du dabei!

Jugendfreizeit 2018

Rückblick Segelfreizeit

Am 29.07.2018 versammelt  sich eine Gruppe von 26 Jugendlichen und 5 Betreuern in Buch am Kärwaplatz, um zusammen die Fahrt zum IJsselmeer anzutreten. Aufregung, Freude, Nervosität und vielleicht auch der eine oder andere Abschiedsschmerz machen sich breit, doch letzterer ist spätestens gegen acht Uhr abends (nach einer entspannten und staufreien Busfahrt) vergessen, als wir zum ersten Mal das „Meer“ erblicken. Gegen 20.45 Uhr betreten wir unser Segelschiff, die "Samenwerking", bekommen eine erste Einweisung und beziehen unsere Kabinen. 

Montag: Nach der ersten und wärmsten Nacht (so manch einer behauptete auch, er habe kein Auge zu getan) verlassen wir um 9.30 Uhr den Hafen in Stavoren und alle sind recht gespannt, was denn so auf uns zukommen wird. Einige helfen die Segel zu setzen und wieder einzuholen, die meiste Zeit aber wird an Deck gelegen. Am frühen Abend legen wir in Harlingen an und machen uns sofort auf den Weg zum Meer - so unsere eigentliche Erwartung; doch als wir ankommen, sehen wir erstmal nur Watt. Nachdem sich einige eine spontane Schlammschlacht geliefert haben und, laut Besitzer der öffentlichen Dusche des Hafens, auch "zu dreckig zum Duschen" waren, machen wir uns auf die Suche nach einer anderen Duschgelegenheit und während die einen mit Heike in die Stadt gehen, um sich zu duschen, nehmen die anderen die Duschen auf unserem Boot in Anspruch.

Dienstag: Heute geht es erst um 11.30 Uhr los, also zieht es uns nochmal in die Stadt, wo geshoppt, gegessen und gebummelt wird. Wir wollen uns gerade auf den Rückweg machen, als ein schrecklicher Regenschauer hereinbricht und nicht enden zu wollen scheint, weshalb viele von uns bis auf die Knochen durchnässt am Schiff ankommen. Gegen 14.00 Uhr trauen wir unseren Augen kaum, denn es hat tatsächlich aufgehört zu regnen. Den einsetzenden Sonnenschein nutzen wir natürlich sofort und legen uns an Deck der Samenwerking, um uns zu sonnen. Wir legen in West-Terschelling an. Die einen gehen wieder in die Stadt, die anderen erkunden noch einmal Watt und Wattenmeer und wieder andere unterhalten sich angeregt mit der Besatzung unseres Nachbarbootes.

Mittwoch: Wie immer genießen wir den Tag auf See, hissen so manches Segel und verbringen die Zeit ansonsten mit Quatschen, Lesen, (Karten) Spielen, Kochen und natürlich wieder mit Sonnen. Das heutige Highlight ist, dass wir vom Schiff aus ins Meer springen dürfen. Hier wird sowohl die Reling, als auch alles andere höher gelegene genutzt, um Sprungwettkämpfe auszutragen. Am späten Nachmittag in Makkum angekommen, wird sich auf die Suche nach einem Supermarkt gemacht und wir entdecken eine begehbare Schafskoppel, wo wir einen wunderschönen Sonnenuntergang betrachten und auch einige wunderschöne Fotos machen können. Wir wollen den Abend noch so richtig ausnutzen, also macht die Eisdiele im Ort das Geschäft des Tages mit uns, wir hören Musik (und machen noch mehr Bilder) im Hafen von Makkum. Unter Deck werden dann, nach Beginn der Hafenruhe (welche immer um 23.00 Uhr ist), noch ein paar Spiele gespielt und wir fallen müde ins Bett (wobei, einige statten sich noch Besuche ab, indem sie von einem Zimmerfenster zum nächsten klettern, was die Crew nicht sehr erfreut).

Donnerstag: Der Tag, an dem wir lernen, wie man richtige Knoten macht, Segel hisst uvm. Warum erst heute? Weil wir einen neuen Maat bekommen, der uns das alles endlich genau erklärt. Dies soll an dieser Stelle kein Vorwurf an unseren eigentlichen Skipper sein, der das alles einfach ein bisschen entspannter angesehen hat :) Wir machen ein Wendemanöver und schippern heute langsam dahin, denn bis zu unserem "Heimathafen" in Stavoren ist es nicht sehr weit, aber wir wollen unseren letzen Tag auf See ja nochmal richtig genießen. Deshalb setzen wir noch einmal den Anker und springen vom Boot aus ins Meer. Der Wellengang ist allerdings heute so stark, dass einer, der von uns allen eigentlich die besten Saltos kann, auf dem Bauch landet, schmerzgeplagt vom Boot weggetrieben wird und dann von einigen anderen so lange über Wasser gehalten werden muss, bis er wieder die Kraft hat, selbständig zum Boot zurückzuschwimmen (kurze, aber doch heftige Aufregung an Bord ...). Nach der Ankunft in Stavoren, liefern sich ein paar von uns ein Gesangsduell mit dem gegenüberliegenden Schiff und später wird sogar ein noch intakter E-Book-Reader aus dem Meer gefischt. Abends gehen wir noch einmal einkaufen, packen Koffer und sind etwas wehmütig, dass das heute schon der letzte Tag auf See gewesen ist.

Freitag: Mit 20 Minuten Verspätung treten wir kurz nach 9.30 Uhr die Heimreise mit dem Bus an und kommen nach einer entspannten und fast staufreien Fahrt um 19.30 Uhr gebräunt und gutgelaunt wieder in Buch an.

Vielen Dank ans Team für diese unvergessliche Segelfreizeit.